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Vollfarbe |
jeweilige
Verdünnungsfarbe |
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sealpoint (seal-tabby-point) |
blue-point (blue-tabby-point) |
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red-point (-tabby-) |
creme-point (-tabby-) |
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seal-tortie-point (-tabby-) |
blue-tortie-point (-tabby) |
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chocolate-point (-tabby-) |
lilac-point (-tabby-) |
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chocol.-tortie-point
(-tabby-) |
lilac-tortie-point (-tabby-) |
Die Verdünnungsfarbe resultiert aus einem Gen, was bewirkt, daß die Vollfarbe in einer "verwaschene" Form -also verdünnt-zum Ausdruck kommt. Dieses Gen wird rezessiv (Gegenteil von Dominant) weitergegeben, d.h., daß beide Elterntiere dieses Gen tragen müßen bzw selbst eine verdünnte Farbe zeigen, wenn die verdünnten Farben im Wurf erwünscht sind.
Zu den, in allen Verbänden, offiziell anerkannten Farben haben sich mittlerweile auch noch Farben zugesellt, die wahrscheinlich früher oder später auch Anerkennung (in manchen Verbänden bereits geschehen!) finden werden:
Die Silber-Varianten aus oben genannten Farbschlägen.
Durch Einkreuzung von silbernen Persern (z.B. Chinchillas) entstand z.B. aus
einer
"Seal-Tabby-Point" eine "Seal-Silver-Tabby-Point" und aus
einer
"Seal-Point" eine "Seal-Smoke-Point" (offizielle Bezeichnung
für eine seal-silver-point)
Die Kinder
aus dieser ursprünglichen Verpaarung (Perser x Birmas) zeigen noch keine
Maskenkatzen, da das Maskengen reinerbig (also von beiden Elterntieren kommend)
vorliegen muß. Die Perser trägt allerdings (zumindest wenn sie rein gezogen
ist) kein Maskengen. Diese Kitten sind aber mischerbig und werden dann, mit
einer Birma verpaart, wieder Maskenkatzen im Wurf haben.
Und genau mit diesen Kitten wird dann die Experimentalzucht fortgesetzt um den
ursprünlichen Birma-Typ wieder herauszuzüchten. Was unter Umständen
Generationen bedeutet.
Der Unterschied zu den ursprünglichen Farben ist bei silber, daß das untere Drittel (zur Haut hin) des Haarschaftes in den Points reinweiß ist bzw. sein sollte.
Leider ist es
sehr schwer, gerade bei den Kitten, zu erkennen, ob es sich um silber handelt
oder nicht.
Daher gehören die Silber-Varianten (meiner Meinung nach) nicht zu
Zuchtanfängern, es sei denn, sie haben ein erfahrenen Züchter an ihrer Seite.
Auch sind mittlerweile die Farben cinnamon und fawn (Verdünnung von cinnamon),
eingekreuzt durch Orientalen, dazu gekommen (Noch keine Anerkennung in der
FIFe)
Cinnamon ist ein erweiterter Farbschlag aus der B-Familie (genetisch)
Seal (schwarze Farbe) hat die genetische Bezeichnung "B"
Chocolate (schockobraune Farbe) hat die genetische Bezeichnung "b" und
Cinnamon (hellrotbraune Farbe) hat die genetische Bezeichnung " b' "
( steht für "light")
B ist dominant gegenüber b und
b'
b ist dominant gegenüber b'
Das heißt: Seal ist dominant
gegenüber chocolate und cinnamon
chocolate ist dominant gegenüber cinnamon
Verpaart man eine chocolate
mit einer cinnamon wird nie ein seal Kitten fallen können.
Verpaart man zwei cinnamonfarbende Birmas können nie seal oder
chocolatefarbende Kitten fallen.
Cinnamon ist die reinerbigste aller Farben, d.h. Cinnamon kann nie Träger von
anderen Farbschlägen sein.
(es sei denn, Mutter Natur schlägt zu und läßt durch eine Gen-Mutation eine
neuen Farbschlag enstehen :o)
Das ganze gilt dann natürlich auch für die verdünnten Varianten:
blue ist dominant gegenüber
lilac und fawn
lilac ist dominant gegenüber fawn
Eine sealfarbende Birma kann nur Träger für chocolate oder für cinnamon sein. Aber nicht für beides.
Möchte man nun im Wurf alle
Farben haben, muß man eine
Sealfarbende Birma (zwingend Träger für cinnamon) verpaaren mit einer
chocolatefarbenden Birma (zwingend Träger für cinnamon)
Die Kitten wären dann:
sealfarbend (sicherer Träger für chocolate oder cinnamon)
chocolatefarbend (sicherer Träger für Cinnamon)
cinnamonfarbend
Wenn Sie weitere Fragen bzw Anregungen für Genetik haben möchten, dann mailen Sie mir. Ich werde versuchen, Ihnen zu helfen
Kleine Exkursion in die Grundsätze der Genetik:
Die Genetik ist eigentlich die Grundvoraussetzung um in die Tierzucht allgemein einzusteigen. Es ist sehr erschreckend, wieviel langjährige Züchter von bestimmten Rassen, von dieser keine Ahnung haben. Man muß ja nicht alles wissen, man sollte jedoch zumindest von den Farbschlägen, die man züchtet bzw züchten will, Bescheid wissen.
Um eine optische Eigenschaft zu zeigen, treffen zwei Allelen (Geneigenschaften), jeweils eins von der Mutter und eins vom Vater, zu einem Genpaar zusammen. Mehrere Genpaare zusammen ergeben den Gencode und entscheiden über die Farbe, ob tabby oder nur point, silber oder nicht silber, usw.
Unterschieden wird zwischen dominanten und rezessiven Allelen. Die dominanten Allelen werden mit Großbuchstaben geschrieben und die rezessiven in Kleinbuchstaben. Wie der Name schon sagt, wird bei einem Zusammentreffen von zwei unterschiedlichen Eigenschaften, die Eigenschaft optisch gezeigt, die das dominante Allel bewirkt.
Nehmen wir
mal einen Gen-Code in den Einzelteilen auseinander:
Ich gehe nun wieder von einer seal-point Birma aus, weil sie die
ursprünglichste und dominanteste Farbe der Birma ist.
| Gencode einer Sealpoint | aa BB DD xoxo (bzw xoy) ii cscs |
| aa = non-agouti (reinerbig Point) Aa= agouti /Träger von non-agouti AA=reinerbig(homozygot) für Tabby |
Jede Katze ist genetisch eine Tabby-Katze, durch die Mutation von"A" zu "a" wird die klassische Tabby(Streifen-)Zeichnung nur unterdrückt. (Agouti bedeutet Tabbyzeichnung.). Liegt eine Reinerbigkeit für Tabby vor, wird man nie Point-Kitten im Wurf haben, selbst wenn der Partner eine Point-Katze ist. Daher ist bei einem Kauf von Tabbykatzen anzuraten unbedingt darauf zu achten, daß ein Elternteil eine Point-Katze ist, wenn man sicher sein will, mit dieser Katze auch Point-Kitten zu bekommen (siehe auch unten die Grafik mit Verdünnung als Beispiel) |
| BB = reinerbig für
seal Bb = seal/Träger für choc. Bb' = seal/Träger für cinnamon bb = chocolate b'b' = cinnamon |
BB ist die reinerbigste Form
der Seal, d.h. mit ihr wird man nie die weiteren Farbschläge aus der
B-Familie bei den Kitten dabei haben, sprich Choc. und Cinnamon.
Da das Gen "d" dafür
entscheidend ist, ob chocolates ("DD" "Dd") oder
lilacs ("dd") fallen, wird auch bei einer blue-Birma immer
von choc-Träger gesprochen. Fälschlicherweise wird da immer auf
lilac-Träger zurückgegriffen. ( blue ist
genetisch eigentlich eine seal-Katze, siehe "DD") Es gibt kein spezielles
Lilac-Allel und "TRÄGER" bedeutet das tragen von einem
bestehendem Allel und nicht die Verbindung von zwei unabhängigen
Allelen. Lilac entsteht aus der Verbindung zweier Gen-Eigenschaften,
nämlich "bb" und "dd". Daher kann eine lilac-Birma
gezwungenermaßen nur diese beiden Eigenschaften zusammen abgeben. Das
gilt natürlich auch für Cinnamon-Träger. |
| DD = die Katze zeigt
die Vollfarbe (z.B.seal) Dd = Katze trägt Verdünnung dd = Katze ist optisch verdünnt (z.B.blue) |
Das "Dilution"-Gen ist verantwortlich dafür, daß aus einer seal-Birma eine blue-Birma wird. Heißt also, eine blue-point ist genetisch eigentlich eine seal, aber durch die Genmutation von "D" zu "d"verdünnt und daher wirkt sie blau. |
| xoxo = nicht rot (Kätzin) xoy = nicht rot (Kater) XOxo = tortie (dreifarbig) XOXO = rot (Katze) XOy = rot (Kater) |
Rot ist eine Farbe, die
nicht mit den anderen Farben gentisch zu vergleichen ist, sie ist
nämlich geschlechtsgebunden und überdeckt einfach nur die genetische
ursprüngliche Farbe. Das "O" für rotfarbend, lagert sich nur am X-Chromosom
an, was erklärt, daß es nur tortie-Katzen gibt aber keine Kater
(außer es liegt eine Chromosom-Mutation vor XOxoy) Ursprünglich wären
eigentlich alle Katzen rot "O", aber durch die Mutation zu
"o", wird die rote Farbe unterdrückt. Bei einer Tortie kann
man noch auf den genetischen Farbcode schließen, da sie neben rot auch
die noch vorhandene Farbe zeigt. Schwieriger wird es bei einer roten
Katze bzw. Kater, da man nur durch entsprechende Verpaarungen bzw. durch
reinschauen in den Stammbaum über die genetische Farbe Auskunft
erhält. Man kann bei roten Katzen nicht sehen, was sie an ihre Kitten
weitergeben werden:
aa BB DD XOXO ii = rote Birma,
genetisch eine seal |
| ii = nicht silber Ii = silber/Träger von nicht silber II = silber (reinerbig) |
Das Inhibitor-Gen bewirkt,
daß der untere Haarschaft keine Farbpigmente einlagert und somit 1/3
des unteren Haarschaftes weiß wirkt, sprich silber. Das wird allerdings nur in den Points gezeigt. Da das Fell in den Pointbereichen, außer Schwanz, sehr kurz ist, ist es nicht leicht zu erkennen. |
| cscs = Siamzeichnung | Das Gen C ist die
ursprüngliche Form und wäre eine ausgeprägte Pigmentierung, wie z.B.
bei Norweg. Waldkatzen, etc.
Die Mutation davon cs bedeutet nun die Siamzeichnung, d.h. die Farbe erscheint nur in den Pointbereichen Gesicht, Ohren, Beine, Schwanz und Genitalbereich. Dieses Allel bewirkt, daß sich die Pigmentierung nur in den kalten Regionen der Katze ausbildet. |
Will man bei einer Zuchtkatze
sicher davon ausgehen, daß eine rezessive Eigenschaft unbedingt getragen
werden soll, sollte man darauf achten, daß ein Elternteil dieser Zuchtkatze
optisch dieses zeigt. Sonst ist es ein Lotteriespiel, wenn man darauf hofft,
diese Eigenschaft von einem Elternteil mitzubekommen, der nur Träger dafür
ist.
Z.B. man nimmt eine Seal-Point, wünscht sich aber auch blue im Wurf, dann
sollte diese Seal-Point einen verdünnten Elternteil haben, also blue oder lilac
bzw fawn. Damit ist sicher gestellt, daß das Dilution-Gen sicher mitgegeben
worden ist, da der eine verdünnte Elternteil ja reinerbig ("dd")
dafür ist und nichts anderes mitgeben kann. Die Aussage vieler Züchter
"ach es waren so viele blaue mit im Wurf, ist KEINE Sicherheit!!!!
Hier eine kleine Grafik, die die möglichen Formen, rein statistisch, aufzeigt:

Es werden wohl mehr seal/Verdünnungsträger fallen als reinerbige. Aber wollen Sie sich darauf verlassen, daß Sie unbedingt dieses Glück haben !?!?!?
Der Standard ist in der FIFe folgendermaßen erwünscht:
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Körper |
Mittelschwer,leicht gestreckt, Beine kurz und stämmig, Pfoten abgerundet und gut proportioniert |
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Kopf |
Kräftiger Schädel mit vollen runden Wangen, leicht gewölbter Stirn, mittellanger Nase, kein Stop, ausgeprägtes Kinn. Ohren möglichst klein aber nicht zu rund und nicht zu aufrecht stehend. |
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Augen |
Tiefblau, leicht abgerundet oder oval |
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Fell |
Langes bis halblanges Fell, je nach Körperteil: sehr lang auf dem Rücken und an den Flanken. Seidige Textur, wenig Unterwolle. Im Gesicht die Haare kurz, allmählich länger werdend an den Wangen, volle Halskrause |
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Farbe |
Gesicht, Ohren, Pfoten, Schwanz und Genitalbereich die jeweilige Pointfarbe. Rest des Fells ist sehr hell, eierschalenfarbend. Der Rücken sollte ein goldenes Beige zeigen und der Bauch ist vollkommen weiß. |
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Handschuhe |
Charakteristisch für die Birma sind ihre 4 weißen Pfoten -genannt Handschuhe.Es sollte mindestens bis zur Zehenwurzel gehen, besser wäre bis an das Gelenk. An der Hinterpfote sollte es zu einer Spitze auslaufen. Ideal ist die Länge zwischen der Hälfte und 2/3 vom Fußballen bis zum Gelenk gerechnet. |
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Schwanz |
fedrig behaart von mittlere Länge, dünn an der Wurzel - voll und buschig am Ende |
Weiße Flecken in den Points bzw farbige Flecken in den Handschuhen sind nicht erwünscht. Der Kopf darf im Ganzen keine Ähnlichkeit mit einer Perserkatze oder einer Siam haben.
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Punkteskala |
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Körper |
20 Punkte |
| Kopf und Augen | 20 Punkte |
| Körperfarbe und Abzeichen | 15 Punkte |
| Handschuhe vorn | 5 Punkte |
| Handschuhe hinten | 5 Punkte |
| Sporen hinten | 5 Punkte |
| Gleichmäßigkeit | 5 Punkte |
| Schwanz | 10 Punkte |
| Fell | 10 Punkte |
| Kondition | 5 Punkte |
| --- 100 Punkte |
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